Gedanken zum Straßenverkehr


Gestern bin ich hier ja das erste Mal Auto gefahren…Automatik-Schaltung ist ja eh eine Sache für sich. Aber das kannte ich auch von zu Hause schon. Gewöhnungsbedürftig, aber machbar. Im Prinzip recht bequem sogar – wenn man nicht ständig versucht mit dem linken Fuß zu bremsen und man die rechte Hand vom Schaltknauf weghält.
Ampeln stehen hier nicht VOR der Ampel, wie bei uns, sondern erst dahinter. Mir bleibt der Sinn verschlossen, aber okay, ich nehme es hin. „Rechts vor Links“ gibt es hier nicht. Entweder man ist auf der Vohrfahrtsstrasse, oder es gibt Kreuzungen mit Stoppschildern für alle Richtungen. Hier fährt man dann in der Reihenfolge des ankommens. Das macht Sinn und klappt vor allen Dingen erstaunlich gut. Ich hatte mich also schon fast mit dem amerikanischen Straßenverkehr angefreundet – bis ich auf den Highway kam.
Hallo? Höchstgeschwindigkeit 55 Meilen pro Stunde? Geht´s noch? Das sind nicht mal 90 km/h auf einer schnurgeraden breiten Straße in hervorragender Qualität (keine Flickstellen, Schlaglöcher oder sonstigen Hindernisse)
Echt schwierig und anstrengend, sich daran zu halten. Aber das schöne ist, die Amis können und machen das. Während unserer etwa 2-stündigen Fahrt gestern habe ich nur zwei Mal gesehen, dass ein Auto überholt hat. Ich werde das Gefühl nicht los, dass das Deutsche waren.
Achso, diese 55mph gilt natürlich nur da, wo wirklich weit und breit kein Hindernis zu erwarten ist. Ansonsten gilt Tempo 45 oder sogar nur 35. Klar, in Ortschaften nur 15 bis 25…
Also alles eher relaxt, und soger Peters Fahrweise
hier ist ziemlich entspannt und entspannend.
Die Autos hier sind irgendwie gigantisch. Wir hatten uns für einen Kleinwagen entschieden und einen Dodger Avenger bekommen (Für die, die es interessiert und mal googeln möchten… Am ersten Tag hatte ich ein Foto vom Hinterteil des Autos.) Unter Kleinwagen verstehe ICH was anderes, hier sind wir wirklich unter den kleinsten mir dem Auto.

So. Tief durchgeatmet und zurück zum Tagesablauf:
Irgendwie denkt sich mein Mann wohl, dass ihm auch bei diesen 140cm breiten Betten eine Breite von über einem Meter, den er sich zu Hause nimmt, zusteht.ER hätte mich heute Nacht ein paar Mal beinahe aus dem Bett gekickt! Unnötig zu erwähnen, dass er die Bettdecke auf der von mir abgewandten Seite festhält. Einmal, wirklich nur einmal habe ich nachts daran gezogen, um wenigstens ein kleines Eckchen Bettdecke abzubekommen – womit ich mir heute Morgen einen denkbar bösen Blick eingehandelt habe… Verdient, wie Peter mir versicherte. Möglicherweise sollte ich in Philipps Bett umziehen.

Heute Nachmittag habe Philipp, Jonas und ich und einige andere Neukirchener eine Bootstour mit der „Body Glove“ unternommen. Wir sind etwa eine halbe Stunde die Küste nach Süden geschippert und da wurde zum Schnorcheln geankert. Logischerweise gibt es aus dem Wasser keine Fotos (Zitat Jonas: „Ein Foto geht unter Wasser bestimmt mit deiner Kamera…“) Foto also nur von Jonas und Philipp. Aber ich war auch drin! Im Wasser! Peter fragte hinterher ungläubig: „So richtig? Auch mit dem Kopf?“ Ja, Peter, auch mit dem Kopf. Ich habe Zeugen…
Ca. drei Stunden hat die Tour gedauert. Es war richtig schön. Auf dem nächsten Bild (es zeigt unsere Hotelanlage, wir wohnen im Gebäude rechts) erkennt man, dass es ziemlich bedeckt war, ja, es hat auch hier und da geregnet. Na und? Warm ist es trotzdem und – ganz ehrlich? Ohne Sonne sind 30°C extrem gut auszuhalten!
(Und die letzten drei Bilder zeige ich einfach so. Weil sie mir gefallen.)

to be continued…

ich unter dem Baum…

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