Familiär und privat


Fotosafari im Frankfurter Zoo

Ich habe mir mal wieder eine Auszeit vom Alltag genommen. Mach ich sehr gerne 😉
Ungefähr 450 Fotos habe ich gemacht, davon habe ich schon auf der Bahnfahrt zurück einiges gelöscht und musste deshalb zu Hause „nur noch“ die letzten 200 Fotos reduzieren.
72 Bilder sind geblieben. Nicht alle wirklich gut, aber (wie ich finde) trotzdem sehr sehenswert.
Ein Klick auf das Foto führt direkt zur Galerie…

Galerielink

 

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Es geht los!

Big Island

 

Hawaii – Big Island

10:00 Uhr. Wir fahren wir los. Peter, Klara und ich. Erst einmal zum Frankfurter Flughafen. Dort geht um kurz vor 14:00 Uhr das Flugzeug über San Francisco nach Kailua-Kona auf Big Island (im Bild grün eingekringelt). Ankommen werden wir dort Donnerstag 22:00 Uhr Ortszeit – hier zu Hause ist das Freitag Vormittag 10:00 Uhr. Wir werden also über 24 Stunden unterwegs sein, davon ca 18 Stunden in der Luft…

Dora, Elise und Philipp müssen leider zu Hause bleiben 😀 als Haus- und Pferdesitter 😀

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Der Countdown läuft…

Nur noch 9 Tage bis zum Abflug nach Hawaii…

Die Aufregung steigt! Glücklicherweise werde ich durch meine Arbeit genug abgelenkt, sonst würde ich durchdrehen. Allerdings habe ich am Tag vor unserem Abflug Spätdienst, komme also erst um 21:30 Uhr zu Hause an. Das ist etwas ungünstig, aber machbar. Meine Sommerklamotten habe ich in der letzten Woche komplett gewaschen und teilweise schon bereitgelegt, genauso wie meine Badekleidung und das Schnorchelzeug. Das Technikzeug, dass ich mitnehmen werde, also Fotoapperat, GoPro, eReader, Notebook und natürlich Smartphone, inkl. Ladekabel, Akkus und sonstigem Zubehör brauche ich genauso wie mein Strickzeug bis zum letzten Tag, ist aber letztlich schnell eingepackt.

Die Versorgung von Apahatschi durch meine zwei daheimbleibenden Töchter ist gesichert genauso wie die Ernährung meines Sohnes, das Haus wird gehütet, die Infos des Reiseunternehmens sind angekommen… Alles ist vorbereitet, und trotzdem dauert es leider noch 9 Tage. Das einzigste, das jetzt noch schief gehen kann ist, dass einer von uns krank wird. Schon eine normale Erkältung kann Peter in den Wahnsinn treiben, seinen Start gefährden.

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Mir geht es gut!

Erschreckend, wie viel Zeit seit meinem letzten Beitrag vergangen ist… Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse:

  • Ich habe im Novenber wie geplant meine Ausbildung begonnen und habe tatsächlich immernoch Spaß an meiner Arbeit. Das Lernen fällt mir nicht so schwer wie befürchtet. 😉
  • Mitte März hat Felicitas ihr Fohlen bekommen, einen kleinen Hengst mit Namen „Das letzte Einhorn“, genannt Nico (von uNICOrn). Feli macht sich supergut als Mama und Nico ist ein putzmunteres freches Kerlchen, das uns allen auf der Nase herum tanzt.
  • Philipp hat sein Abitur bestanden. Ich bin ziemlich stolz auf ihn! Somit sind jetzt zwar alle meine Kinder mit der Schule fertig, aber nicht mit der Ausbildung.
  • Peter trainiert und trainiert und trainiert… Inzwischen fast mehr als zu arbeiten. Das ist gut so. Wie fliegen in 92 Tagen nach Hawaii – zusammen mit Klara. Die ist noch unter 21 und übernachtet somit kostenlos bei uns im Hotel. Sie bezahlt nur den Flug, das kann sie sich leisten.
  • Sport ist bei mir zur Zeit einfach nicht möglich. Außer Reiten natürlich. Zum Laufen oder Radfahren kann ich mich nach der Arbeit nicht noch aufraffen. Aber zu Apahatschi fahre ich natürlich täglich. Das geht immer!
  • Handarbeiten hab ich auch nur ein paar Kleinigkeiten gemacht. Meist Abends beim Fernsehen Socken gestrickt, aber auch mit meinem Schneidplotter ein paar Shirts verziert. Sollte ich es in sehr naher Zukunft schaffen, den Turm wieder aufzuräumen, könnte ich mir noch ein paar Shirts und die eine oder andere kurze Hose/Rock für Hawaii nähen. (Ich hoffe weiterhin ein paar Kilos abzunehmen, dann wäre das notwendig…)

So , das war es fürs Erste. Ich werde keine Besserung geloben, die Gefahr das nicht einhalten zu können ist zu groß. Aber es gibt doch ein paar wichtige Sachen in Zukunft zu berichten; ich hoffe, ich komme dazu.

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Update September 2015

Es ist definitiv Zeit für ein Update! Viel ist passiert die letzten Monate. Dadurch war ich so beschäftigt, dass ich wirklich nicht zum Schreiben gekommen bin. Aber das kann ich ja jetzt nachholen.

Seit Anfang August arbeite ich wieder! Als Hilfskraft in der Altenpflege! Niemals hätte ich gedacht, dass mir das SO viel Spaß machen würde, aber ich mache es wirklich, wirklich gerne. Noch nicht ein einziges Mal hatte ich den Gedanken alles hinzuschmeißen. Ganz im Gegenteil. Mir war die letzten Jahre total langweilig zu Hause, ich wusste ja gar nichts mehr mit mir anzufangen, trotz aller Hobbies, die ich habe. Irgendwann fehlt einem einfach der Antrieb, die simpelsten Dinge zu erledigen. Da jetzt auch Philipp volljährig wird, wird es also so langsam mal Zeit, wieder etwas zu Arbeiten. Klara hat sich letzten Winter für eine Ausbildung zur Altenpflegerin entschieden und ich habe mich ihr quasi angeschlossen… Sie beginnt im Oktober, macht ihre Ausbildung komplett in Alsfeld, ich fange meine Ausbildung im November an. Schule in Hephata/Treysa, die praktische Ausbildung mache ich im „St. Martin“ in Neukirchen. Da bin ich jetzt auch schon die letzten zwei Monate. Wenn ich mit der Ausbildung fertig bin, bin ich gerade 50 geworden – habe dann noch gut 15 Arbeitsjahre vor mir. Das lohnt sich doch! Ich verdiene gutes Geld, mit dem ich mein Pony mitfinanzieren kann -und mein Auto!!! Mein erstes eigenes Auto!

AutoEin Toyota Yaris Hybrid – ein Teil meiner Seele ist immernoch „grün“, es musste also sein…

Mitte September war ich für drei Tage Radfahren in Österreich, im Salzburger Land. Meine Mutter, meine Schwester und ich haben einen Teil des Tauernradweges befahren, zusammen mit einer Gruppe hier aus dem Vogelsberg.

Jetzt gerade sitze ich in einem Hotel auf Mallorca, in Alcudia. Peter wird am Samstag am Ironman Triathlon hier teilnehmen. Mit etwas Glück… Nein, ich möchte noch gar nicht daran denken. Abwarten. Das entscheidet sich erst noch.

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Lebenszeichen

Hallo! Ich lebe noch.

Zur Zeit tut sich bei uns nicht so viel außer dem üblichen Wahnsinn rund ums Pferd. Das Wichtigste: Feli ist tragend!!! Ende März 2016 wird sie ein Fohlen bekommen!

Die letzten beiden Wochen waren alle vier Kinder der Reihe nach krank, mir selbst ging es auch nicht so prickelnd, aber auch nicht wirklich schlecht. Seltsam eben.

Das Laufen? Ja, das macht nun wirklich keinen Spaß, bei dem Tempo, das ich laufen darf, aber ich habe mich einigermaßen im Griff und trabe so vor mich hin. Wenn das Fett weg ist, darf ich ja wieder, wie ich will – wenn ich dann überhaupt noch schneller laufen kann 😀    Das Gewicht fällt zumindest so langsam. Sehr langsam. Dürfte etwas schneller gehen, will es aber nicht. Denkt vielleicht, es müsse genauso langsam sein wie ich.

Ich habe wieder ein Video vorbereitet, die Anleitung zum Stricken einer Fliegenmütze, aber das Pfingstwochenende ist Kreismeisterschafts-Turnier, da werde ich wohl nicht zum Bearbeiten und Hochladen kommen. Vielleicht Sonntag, wenn nicht, dann eben Mitte nächster Woche.

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Zoobesuch

Dass ich Tiere mag, dürfte inzwischen für niemanden ein Geheimnis sein. Dass ich auch Besuche in Zoos und Tierparks liebe hingegen vielleicht schon noch.
Gestern habe ich mir einen Tag ganz für mich alleine gegönnt. Mit den Zug bin ich nach München gefahren und hatte dort reichlich Zeit für den Tierpark Hellabrunn. Es war ein großartiger Tag, den ich absolut genossen habe!

Hier öffnet sich eine kleine Auswahl meiner Fotos –ungeschnitten und unbearbeitet, darauf lege ich großen Wert. (Wenn man dort mit der Maus über das große Bild fährt sieht man rechts in der Mitte einen Pfeil zum „Weiterdrücken“)

Besonders angetan haben es mir natürlich der zweijährige Elefant Ludwig und die beiden Eisbärenbabys, die letzten Winter zur Welt gekommen sind…

Nach 2x 4½ Stunden Zugfahrt und 6 Stunden Zoobesuch war der Tag für mich vorbei.
Aber so eine „Auszeit“ sollte man sich häufiger gönnen!

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Abnahme

Seit Mitte Januar bin ich auf Diät. Mal wieder 😀
Den Anfang habe ich mit „Schlank im Schlaf“ gemacht, also nur drei Mahlzeiten. Morgens nur Kohlehydrate, mittags gemischt (aber für mich kohlehydratlastig), abends nur Eiweiß. Und viel Bewegung!
Das klappt sehr gut, vor allem um den Zwischenmahlzeiten und Leckerlies aus dem Weg zu gehen. Nach nur ein paar Tagen ist der Körper mit drei Mahlzeiten völlig zufrieden, Hunger kommt gar nicht erst auf, denn das ist der Tod jeder Diät!
Aber nach ein paar wenigen Wochen hatte ich abends fürchterliche Lust auf Brot. Niemals hätte ich gedacht, Brot zu vermissen…
Inzwischen esse ich mittags ganz normal mit meiner Familie mit und abends das, worauf ich Lust habe, versuche jedoch den Eiweißanteil überwiegen zu lassen.
Außerdem zähle ich jetzt auch wieder die Kalorien. Um pro Woche ca. 0,5 kg abzunehmen, darf ich ca. 1700 kcal täglich essen. Wenn ich sehr viel Sport mache, entsprechend mehr.
Glücklicherweise habe ich eine App für mein Smartphone gefunden, die eine riesige Datenbank für Nahrungsmittel beinhaltet und meinen Bedarf und den Verbrauch automatisch ausrechnet.
Durch den täglichen Sport schaffe ich es sogar meist unter den 1700 kcal zu bleiben 😀
In den letzten 2½ Monaten habe ich 6,5 kg abgenommen. Mit diesem Tempo bin ich absolut zufrieden! Aber weitere 8-10kg müssen noch weg!

Weniger erfolgreich bin ich mit dem Ausmisten in meinem Turm. Man sieht deutliche Fortschritte, klar, aber irgendwie komme ich nicht mehr so recht voran. Die Nähmaschine ist immerhin soweit „freigeschaufelt“, dass ich bald wieder daran arbeiten kann. Hihi.

Apahatschi ist tatsächlich weiter lahmfrei. Ich gebe zu, ich hätte es nicht gedacht, weil ja schließlich keine Ursache gefunden wurde.
Aber es geht ihm wirklich gut, er ist wieder total ausgeglichen, die „Arbeit“ mit ihm macht wieder richtig Spaß.

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Frühlingsanfang

Vom Wetter her haben wir ja schon seit gut einer Woche Frühling, jetzt also auch (zumindest meteorologisch) ganz offiziell!

Der Februar verlief mit Höhen und Tiefen…
Es fing bei mir mitte Januar an mit einer sehr heftigen Erkältung, die auch meine Lunge ordentlich belastet hat. An Laufen war kaum zu denken und dann habe ich den Schwung verloren. Ich hatte letzten Monat also nur zwei mikrige Läufe. Aber meine Ernährungsumstellung zeigt weiterhin Erfolge, ich nehme weiter ab, auch vom Körperfettanteil!
Ebenfalls seit Mitte Januar geht mein Pony lahm. Erst nur ein bisschen, fast unmerklich, dann immer stärker. Anfang Februar hatte ich einen Tierarzt da, der aber vor einem großen Rätsel steht. Er kann keinen Grund für das Lahmen finden. Vermutlich stimmt irgendetwas an der Schulter nicht. Apahatschi hat jetzt einen Monat lang ein schmerzstillendes, entzündungshemmendes Medikament bekommen. Die ersten zwei Wochen durfte er nur Schritt gehen –  das war die Hölle! Ein so junges Pferd, durch Medikamente schmerzfrei… die reinste Bombe! Seit etwa 10 Tagen darf ich ihn wieder etwas traben, 15-20 Minuten nur, aber das reicht, dass er wieder viel ausgeglichener ist. Meine Reitlehrerin erkennt keine Lahmheit mehr und ich kann auch nichts mehr spüren. Ich bete, dass das nach Absetzen des Medikamentes so bleibt! Ansonsten bleibt mir der Anruf bei der Physiotherapeutin nicht erspart…

Durch die Knieverletzung meines Mannes und die Tatsache, dass unsere Kinder bald mit den diversen Ausbildungen/Studien fertig sind, haben wir uns in letzter Zeit mal wieder vermehrt Gedanken um unsere Zukunft gemacht. Die bedeutenste Frage dabei:
Wie kann man einen hohne Geldgewinn absahnen, ohne Lotto zu spielen oder an irgendwelchen sonstigen Glücksspielen teilzunehmen?
Ernst gemeinte Tipps werden dankbar angenommen!

Ich habe endlich mal wieder damit begonnen, meinen Turm aufzuräumen. Seit über einem Jahr komme ich nicht mehr an meine Nähmaschine ran! Aber ich habe noch so viele wunderschöne Stoffe und so langsam nähere ich mich auch wieder einer einigermaßen vorzeigbaren Figur.
Momentan räume ich wirklich nur auf, Ziel ist aber ein rigoroses Ausmisten! Frei nach dem Motto: Wenn ich JETZT ausziehen würde, was würde ich mitnehmen?

Meinen Shop Nadelturm habe ich geschlossen, die Seite ist jetzt rein Privat und bietet ausschließlich kostenlose Muster und Anleitungen. Es macht mir erheblich mehr Spaß, Dinge kostenfrei anzubieten, zumal das auch den Leistungsdruck deutlich senkt.
Die Anleitungen auf diesem Blog werden mit der Zeit verschwinden, da ich eine Umstrukturierung meines Inhaltes hier plane. Künftig wird mein Blog tatsächlich mehr wie ein Tagebuch sein, die Handarbeiten werden ausgelagert in den Nadelturm.

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Prost Neujahr

Ich weiß, ich bin eine Woche zu spät dran mit meinen Neujahres-Wünschen, aber sie kommen nicht weniger von Herzen!
Dass wir mittlerweile nicht mehr in Kona auf Hawaii sind ist klar, ne? Es waren einfach richtig großartige 14 Tage! Und ich möchte nichts sehnlicher, als sofort wieder dahin aufzubrechen. Andererseits sind hier meine Kinder, meine Freunde und natürlich mein Pferd, kurz: mein zu Hause.
Ich habe unter Peters Kommando wieder angefangen zu laufen, aber gewichtsmäßig hat sich durch die 4-5malige Quälerei pro Woche seit Ende Oktober trotzdem nichts getan 🙁
Näherisch läuft zur Zeit eher wenig, aber ich bin kräftig am Stricken. Ein kurzärmliger Pulli aus Lacegarn. Immerhin etwas.

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die letzten Tage

So, heute ist die letzte Gelegenheit für mich für einen Lagebericht aus Kona, denn Morgen um diese Zeit sitzen wir schon im Flugzeug nach San Francisco…

Was ist also seit dem Ironman-Wettkampftag passiert:

Am Sonntag waren Peter, Philipp und ich noch einmal ganz entspannt am Hapuna-Beach.
Am Montag waren wir drei zur Besichtigung des Energy Labs. Ein Vortrag komplett auf Englisch und ich habe erstaunlicherweise alles verstanden. Und noch erstaunlicher: Ich fand es sogar interessant. Wir lernten außerdem etwas über die Kampachi-Fischzucht und über Aufzucht und Verkauf der Abalone-Muschel, die aber eigentlich eine Schnecke ist.

Dienstag sind wir an der Nordküste von Big Island entlang nach Osten an dem Akaka-Wasserfall (135m) vorbei Richtung Hilo gefahren. Der Wasserfall liegt nur etwa 2 km von dem Highway entfernt im Landesinneren, aber die Landschaft da ist völlig. Traumhaft schön, ein richtiger Urwald mit riesigen Baumen unterschiedlichster Art…

Dort startete unsere Heli-Tour über den Lavastrom. Leider bewegt sich aktuell nicht so viel, aber wir sahen etwas rotglühende Lava und einen brennenden Wald. Beeindruckend war der Flug auf jeden Fall, schon alleine die Größe des Lavastromes, der ja weiter ständig in Bewegung ist. Und mal ganz ehrlich: Ein Flug mit dem Hubschrauber ist absolut geil!!!

Heute sind wir nachmittags abgeholt worden zu einer Fahrt auf den Mauna Kea. Dort auf 4200 Meter Höhe haben wir den Sonnenuntergang erlebt. Wegen der Wolken nicht soooo schön, aber mit fantastischem Blick auf die Wolken unter uns. Übrigens bei Temperaturen um den Gefrierpunkt… Aber glücklicherweise ohne Schnee!
Beim Besucherzentrum etwas weiter unten (und ein Hauch wärmer, aber immernoch unter 10°C) hatten einige Astronome Teleskope aufgebaut. Manche mit einem Durchmesser von deutlich über 30cm. Zu bestaunen gab es die Venus – teilweise von einem ihrer Monde verdeckt, sodass sie selbst wie ein zunehmender Halbmond aussah und Teile unseres Mondes.

Jetzt sitze ich also auf dem Bett und versuche immer noch die Eindrücke der letzten Tage zu verarbeiten. Es war so viel, so wenig real, so unglaublich!
Die Koffer sind schon halb gepackt, Mitbringsel für die Töchter besorgt, Aufbruchstimmung. Wir wollen gar nicht hier weg, aber es bleibt uns nur noch der morgige Tag. Um 17:00 Uhr geht der Shuttle zum Flughafen…

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Renntag – aus Peters Sicht 1

Heute übergebe ich an Peter, der den Renntag natürlich viel besser in Worte fassen kann, als ich das je könnte. Mir bleibt an dieser Stelle nur zu sagen, dass man die Bilder vergrößern kann, indem man mir der Maus daraufklickt. Viel Spaß mit Peters Bericht…

In der Nacht vor dem Wettkampf habe ich nur für gefühlte Minuten geschlafen, aber das ist vor einem Ironman normal. Also kein Grund zur Sorge, als dann um 03:45 aufstehen angesagt war.
Erleichterung sogar, dass der Tag der Tage endlich da war. Das rituelle Frühstück auf dem Hotelzimmer (Trockenes Weißbrot mit etwas Marmelade oder Honig), trinken, trinken, trinken und Verpacken der Schwimmutensilien für die Startphase. Rad und Wechselbeutel für die Folgedisziplinen wurden schon am Vortag am Kona-Pier eingecheckt.
Ute ist zu solchen Nachtzeiten natürlich noch nicht ansprechbar, durfte noch etwas schlafen, so machte ich mich mit Philipp auf den 1 km-Fußmarsch zum Pier. Der sonst beschauliche Landungspunkt für Kreuzfahrerbeiboote hatte sich seit gestern in ein Festivalgelände mit Fahrradständern, Umkleidezelten, Schwimmausstieg, Zielbereich etc. verwandelt. Dies alles in grelles Flutlicht getaucht.
Nach dem „Body-Marking“ (Aufkleben der Startnummerntattoos auf die Oberarme) und der üblichen Einlasskontrolle (Die Amis arbeiten rund um den Wettkampf mit schier unvorstellbarem Personaleinsatz. Alle für ihren Einsatz gebrieft und wirklich freundlich.) ging es endlich in die Wechselzone mit den Fahrradständern.
Diese Szenerie wurde nun langsam aber sicher mit den fast 2200 Athleten geflutet, wobei es schon mal richtig eng wurde, vor allem vor den Dixi-Toiletten.
Nerven behalten, die Abläufe für die Disziplinwechsel ein letztes mal durchgehen, den Anbruch des Tages (geht in den Tropen rasend schnell) bestaunen und etwas Sonnenschutz auftragen.
Das zahlenmäßig kleine Feld der Profisportler startet bereits um 06:30. Da kann man noch einen Blick riskieren, bevor es für die über 2000 Amateure/Altersklassenathleten über eine schmale Treppe in die kleine Hafenbucht zum Schwimmstart geht. Da ist Körperkontakt schon unvermeidlich und auch die Zuschauer (zu denen Ute inzwischen auch gehört) säumen dicht gedrängt und lautstark die Bucht. Gänsehautatmosphäre pur.

Die Altersgruppenathleten vor dem Start

Freundliche Helfer auf Surfbrettern sorgen resolut dafür, dass die Startlinie vor dem Abfeuern der Startkanone nicht überschritten wird. Zu erwähnen noch das bei 27° Wassertemperatur das Verharren für 20 Minuten kein Problem ist.
7:00: Startschuss! Der Moment auf den die jahrelange Vorbereitung ausgerichtet war.
Im Fernsehen schon mehrfach gesehen, doch nun mittendrin in den 2000 Armpaaren, die die Bucht von Kona in eine „Waschmaschine“ verwandeln. Da Schwimmen meine stärkste Disziplin ist, hatte ich mich vor dem Start in eine Position nahe der Startlinie einsortiert, doch das verschaffte keinen Freiraum. Die Leistungsstärke bei einer Weltmeisterschaft ist entsprechend groß und der ansonsten riesige Pazifik endete für mich am rechten, linken, vorderen und hinteren mitschwimmenden Konkurrenten. Nichts für Zartbesaitete (dürfen Ironmen und -women auch nicht sein).
Die Bucht von Kona rauf und runter, macht 3,8 km, dann zum Schwimmausstiieg über die schon bekannte kleine Treppe und immer noch mit zahlreicher Begleitung.
Kurz nehme ich die Zeit auf der großen Wettkampfuhr wahr: 1:03 Stunden. Super. Beim Auftaktschwimmen über die gleiche Distanz vor einer Woche waren es noch 1:07 Stunden.
Volle Konzentration auf die Wechselzone. Den Radbeutel an der richtigen Stelle finden, den Laufweg entlang zum Rad, Sportlernahrung (Riegel und Gels) in die Trikottasche, Helm und Brille auf, Rad schnappen und ab geht’s (Schuhe sind natürlich schon am Rad befestigt).

Peter am Anfang der Radstrecke

Irgendwo auf der Startrunde durch Kona, die noch von dicht gedrängt stehenden Zuschauern gesäumt ist, nehme ich Ute und Philipp und die mitgereisten Fans vom SC Neukirchen wahr. Das tut gut. Doch dann geht es nach 12 km auf den einsamen Highway hinaus in die Lavawüsten der „Großen Insel“. Die Radgeschwindigkeit ist phänomenal. Wermutstropfen: Da muss Wind im Spiel sein, doch dazu später.
Aufgereiht wie auf einer Perlenschnur sind die Radler auf den schier endlosen Geraden des Highways unterwegs und nicht immer mit dem vorgeschriebenen Mindestabstand von 10 m, der ein Windschattenfahren verhindern soll. Schließlich sollen Eisenmänner und -frauen aus eigener Kraft vorankommen.
Erstmals diese Woche präsentiert sich auch der Mauna Kea (höchster Berg Hawaiis mit über 4000 m und dem markanten Observatorium) wolkenlos in der Ferne, was hier unten jedoch heftige Sonneneinstrahlung bedeutet.
Die wahnsinnigen Fans lassen es sich nicht nehmen, unter Umgehung des gesperrten Highways, über eine Gebirgsstraße mit dem Auto einen Unterwegspunkt nach 50 Streckenkilometern zu erreichen und Unterstützung in der Einsamkeit zu spenden. Danke!

Treffen in der Wüste…

Dann hinauf nach Hawi, einem verschlafenen Nest an der Nordspitze der Insel, wo nach rund 95 km der Streckenwendepunkt ansteht und zurück, nochmals an den Fans vorbei.
Dann die Ernüchterung: War der Kilometerschnitt eben noch bei fast 40 km/h, so trifft nun ein unbarmherziger Gegenwind auf mich und mein Fahrrad und nur mit Mühe lassen sich eben noch 25 km/h realisieren. Mit meinen Reserven hatte ich bisher diszipliniert hausgehalten (der Tag ist ja noch lang), doch nun kommt eine harte Probe: Die letzten 50 km der 180 km-Radstrecke verlangten mir einiges ab.
Nach quälenden 2 Stunden der Abzweig zurück zur Wechselzone in Kona. Wie lag ich in der Zeit? Zunächst blieb die Frage offen, da ich aus guten Gründen im Wettkampf ohne Uhr fahre und mich nur auf mein Körpergefühl verlasse. Nachher habe ich erfahren, das es 5:18 Stunden waren, nur 8 Minuten langsamer als in Frankfurt bei der Qualifikation, und das nach dieser Tortur für die „Radflasche“.
Wieder durch die Wechselzone. Nette Helfer nehmen das Fahrrad entgegen, Laufbeutel schnappen, rein ins Wechselzelt, Schuhe, Socken, Mütze und weitere Gels an der richtigen Stelle platzieren. Laufen fühlt sich gut an, also los!
Auf der Laufstrecke wird es zunächst lebhaft. Entlang der Küste geht es innerorts zunächst zum südlichen Wendepunkt. Hier ist es grün, man ist nie allein, und Schleierwolken haben rechtzeitig die Sonneneinstrahlung etwas gedämpft. Die Temperatur im Schatten soll nach Wetterbericht wie fast an jedem Tag 29° sein. Doch Schatten fällt fast nie auf die Laufstrecke.

„Jetzt kommt die Kür!“

Mein Tempo ist gut, sodass ich viele Athleten, die mich auf dem Rad überholt haben, hier wiedersehe.
Verpflegung, Schwämme, diverse Getränke gibt es nach jeder Meile (ca. 1,6 km) und die sollte ich noch reichlich brauchen.
Anfangs hatte ich Ute und Philipp noch zugerufen, dass nach der „Radpflicht“ jetzt die „Laufkür“ folgen wird, doch wurde ich nach 16 km, als es aus der Stadt wieder zurück in die Wüste ging, deutlich kleinlauter. Die Schritte wurden kürzer. Hätte ich doch meinen Mund gehalten…
Nach dem nördlichen Wendepunkt im „Energy-Lab“ (eine Forschungseinrichtung für regenerative Energien, die wir am Montag noch besichtigen wollen) und die wegen der vorherrschenden Windstille als Glutofen berüchtigt ist (km 29) sind es immer noch lange 13 km zurück.

…nur noch von hinten…

Die eigentlich nur leichte Steigung aus dem Energy-Lab hinaus verlangt mir alles ab und oben angekommen muss ich am Getränkestand erstmals stehen bleiben und versuchen, wieder klarzukommen. Langsam geht es im Laufschritt weiter, den jetzt endlos scheinenden Highway zurück nach Kona entlang. Immer noch 10 km. Als Belohnungssystem gestehe ich mir zu, bei den Getränken immer kurz zu gehen, um dann zwischen den Stationen wieder den Laufschritt aufzunehmen.
Und dann noch das: Oberschenkelkrampf!
Geschwindigkeit bei 0 und tierische Schmerzen. Nun ist Ernstfall für alles, was im Vorfeld geübt wurde: dehnen, massieren und siehe da, nach gefühlt endlosen Minuten Stillstand ging es weiter. Geviertelte Apfelsinen an den Verpflegungsständen haben mich dann wieder auf Kurs gebracht (es muss nicht immer die künstliche Sportlernahrung sein!).
Nun ist mir tatsächlich wieder nach Lächeln und Genießen zu Mute. Die Zuschauer werden zahlreicher an der Strecke und auf dem letzten Kilometer herrscht Gänsehautatmosphäre pur.

Beim Zieleinlauf

Ich lasse meinen Gefühlen freien Lauf und als Mike Riley, der legendäre Zielkommentator mir zubrüllt: „You are an Iroman!“ weiß ich, dass das vollbracht ist, was seit vielen Jahren nur ein Traum war.
Ironman-Finish auf Hawaii und das noch lange bevor die Sonne an diesem Tag über dem Pazifik unterging.
Der Marathonlauf war dann mit einer Zeit von 3:36 Stunden noch ganz in Ordnung und die Gesamtzeit von 10:05 Stunden hätte ich vorher nicht für möglich gehalten. Nur der Vollständigkeit halber: Unter meinen ca. 240 weltweiten Altersklassenkollegen der M 45 wurde ich 69., im Gesamteinlauf 670.
Der Dank dafür, mir diesen langen Tag zu ermöglichen (denn es reicht nicht wenn ich schwimme, Rad fahre und laufe) geht an die, na die wissen das alle schon…

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10:05:19

10 Stunden 5 Minuten und 19 Sekunden
aufgeteilt in 1:03:46 für 3,6km Schwimmen
5:18:24 für 180km Rad und
3:36:51 für 42,195km Laufen
Für mich ist er einfach ein Held!!!
 
 
 
(Später mehr…)
 
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Nachtrag…

Hatte ich nicht erst letzten Sonntag geschrieben, ich könne keine Fotos aus dem Meer posten?
Quatsch! Kann ich doch! Ich habe eine wasserdichte Hülle für mein Smartphone besorgt -und NATÜRLICH erst einmal mit einem Stück Papier getestet, ob es auch wirklich völlig dicht ist… 😀 Es ist!

Auf den Bildern sind Philipp, Jonas, Dorothee und ich am Strand von Ho’okena Beach. Ja, wir haben auch Fische gesehen, aber uns selbst fanden wir viel spektakulärer.
Die anderen Fotos, ganz normale muss ich erst in aller Ruhe durchschauen – Philipp hat wieder sehr, sehr viele aus dem Auto raus geschossen.

In 11 Stunden ist Start für die Altersklassen, die Profis starten schon eine halbe Stunde früher, um 6:30 Uhr.
Die Startnummern 1-137 haben die Profis. Dann kommen einige VIPs, wie z.B. Gordon Haller, der inzwischen 63jährige allererste Hawaii-Ironman-Gewinner und ab 181 kommen die Altersgruppenathleten… schön dem Alter nach sortiert. Der älteste ist 81, die jüngsten 21.
Insgesamt gehen 2197 Frauen und Männer an den Start.
Peter hat die Startnummer 752 und gehört damit eindeitig zur älteren Hälfte.

So, jetzt melde ich mich wirklich erst wieder nach dem Wettkampf, muss jetzt auch ein bißchen schlafen. Gute Nacht!

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Aufregung pur

Da euch zu Hause sicherlich nichts brennender interessiert als die Frage, wie und wo ich meine täglichen Berichte für euch schreibe: So!
Auf dem Balkon sitzend, Netbook auf dem Schoß, Füße auf dem Geländer

… der letzte Tag vor dem Rennen bricht gerade an. Peter hat schon ene kurze Radrunde und ein kleines Läufchen hinter sich (und es ist gerade mal 7:30 Uhr morgens!)
Hier passiert zur Zeit nicht viel anderes, als die Aufregung vor dem Start immer weiter auf sich einwirken zu lassen um noch nervöser, nach zappeliger zu werden.

Gestern war ich mit Philipp nochmal auf der Body Glove zum Schnorcheln unterwegs. Diesmal ohne Regen (der aber sowieso eher angenehm war) dafür mit viel Sonne -und bei mir jetzt auch Sonnenbrand auf der Nase…

Die Sportler checken nachher ihre Räder und Taschen ein. Philipp, Jonas und ich gehen also flüchten, erst zum Walmart, nachmittags fahren wir einfach mal die Küste Richtung Süden runter. Mal schauen, was es da so gibt an Naturschönheiten… Vielleicht finden wir auch wieder eine schöne Badegelegenheit?
Also entweder melde ich mich heute Abend noch mal kurz oder, was deutlich wahrscheinlicher ist, erst am Sonntag morgen, um über den Wettkampftag zu berichten.

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